Nachkommen

Unser Zuchtziel

Da bei der Rekombination von Genen der Zufall auch immer eine Rolle spielt, ist die planvolle Auswahl von geeigneten Zuchttieren Grundvoraussetzung, um gewollte Eigenschaften in einer Population zu festigen bzw. zu verbessern und ungewollte Eigenschaften zu verdrängen.

Um dies in die Tat umsetzen zu können, ist es unumgänglich, ein Zuchtziel für sich zu definieren, völlig egal wie und wo dieses Ziel verankert ist. Je mehr man dieses fokussiert, je härter man selektiert und je objektiver man sein Zuchtziel verfolgt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, sich seinem Zuchtziel anzunähern!

 

Zuchtziel:

Versuch einer Definition Gaedinga: Inbegriff des perfekten Reitpferdes.

Nicht umsonst findet man dieses sehr alte, isländische Wort in unserem Zuchtstättennamen. Der Gaedinga ist jjedoch für uns nicht das Pferd, dass gezwungenermaßen den höhsten BLUP-Wert oder die meisten Zucht- oder Sporterfolge haben muss. (Mit dieser züchterischen Herangehensweise kann man nur verlieren.)

Wenn sich ein Mensch auf sein Pferd setzten kann, um seinem Arbeitsleben, dem Familienalltag oder sonstigem Alltagsstress zu entfliehen, um seine wohlverdiente Freizeit genießen zu können, das Kind oder der Jugendliche an Tunieren teilnehmen kann, die Mutter mit ihren Freundinnen eine schnelle Runde durch den Wald tölten kann und man sich am äußeren Erscheinungsbildes seines Isländers erfreuen kann, dann hat man unserer Meinung nach seinen Gaedingar gefunden.

 

Phänotyp:

Wir erfreuen uns an großen, gut entwickelten, langbeinigen, zylindrisch gebauten Pferden, die im Reitpferdetyp stehen, ohne dabei die charakteristischen Merkmale des „Islandponies“ zu verraten.

Ein wohlgeformter, gewölbter, sich verjüngender, hochangesetzter Hals, sowie ein gut bemuskelter, zylindrischer Rücken, bei guten Proportionen, sowie leistungsfähige Beine und starke Hufe, die es dem Tier ermöglichen, sich leichtfüßig in guter natürlicher Balance zu bewegen!

Wenn nun noch zu diesen überaus wichtigen Gebäudepunkten üppiges Langhaar und eine aparte Fellfarbe hinzukommt, sind wir dem perfekten Exterieurs unseres Gaedingas schon extrem nahe.

 

Charakter:

Um den Charakter zu definieren, orientieren wir uns an der „Map of mind“ Hier suchen wir nach Individuen, die leicht zu trainieren sind. Sie sollen schnell reagieren, ohne jedoch zu Überreaktionen zu neigen und eher ein wenig mutig sein, als ängstlich.

Da der Charakter eines Pferdes jedoch gerade in jungen Jahren durch eine gute, zielgerichtete Ausbildung besser zu verändern ist, wie beispielsweise eine zu kurze Kruppe oder einen tiefen, kurzen Hals, spielt dieser Punkt in der Auswahl unserer Zuchttiere, eine untergeordnete Rolle.

 

Gangvermögen:

Unser Gaedinga darf gleichermaßen vier- oder auch fünfgängig veranlagt sein, solange er über genügend Tempovarianz in Tölt und Trab verfügt. Mehr im Fokus steht bei uns ein guter Raumgriff in allen Gängen, bei größtmöglicher Elastizität, Leichtigkeit und natürlicher Balance. Trab und Galopp sind durch eine gute Schwebephase gekennzeichnet.

 

Diese Eigenschaften sehen wir am Stärksten vertreten durch folgende Vererber und ihren Nachkommen:

Aron frá Strandarhöfdi, Stjali frá Kjarri und Álffinnur frá Syðri-Gegnishólum